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Die Regenbogen-Flagge: Auf Protesten gegen den Irakkrieg flatterte sie genauso, wie auf den Gay-Pride-Paraden am "Christopher Street Day". Doch wem gehört der Regenbogen eigentlich? Den Schwulen? Den Friedensaktivisten? Beiden? Wo könnte die herkommen? Judy Garland ist schuld, besagt der schönste Mythos um die bunten Streifen. Im Hollywood-Klassiker "Der Zauberer von Oz" trällerte sie 1939 "Somewhere over the Rainbow" und wurde zur Schwulenikone. Zu ihrer Beerdigung dreißig Jahre später sollen New Yorker Homosexuelle Regenbogen-Flaggen mitgebracht haben, seitdem sollen die bunten Streifen ein Zeichen für Toleranz sein. Daher kommt sie tatsächlich: Es gibt zwei unterschiedliche Regenbogen-Fahnen: Oben rot und unten violett, stehen die Streifen für die Vielfalt der schwul-lesbische Szene und wurden 1971 von dem amerikanischen Künstler Gilbert Baker kreiert - der sich dabei tatsächlich der Judy Garland-Geschichte beeinflussen ließ. Zehn Jahre zuvor hatte der italienische Friedensaktivist Aldo Capitini die Regenbogenfahne jedoch bereits für einen Friedensmarsch nach Assisi in Italien entworfen. In umgekehrter Reihenfolge. Seitdem sind beide Fassungen im Umlauf. (© Zuender)
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