|
Edun – Edun will mehr sein als eine Modelinie. Das Projekt der Aktivistin Ali Hewson und ihres Mannes Bono Vox, dem Sänger von U2, will durch die eigene Produktion die Entwicklung von Ländern und Gebieten fördern, die vom Welthandel abgeschnitten sind. Die Idee hinter dem Label: durch den Anschluss an den Handel und das Modegeschäft wird den Regionen effektiver und langfristiger geholfen als beispielsweise durch Spenden. Vor allem in Afrika will das Label so bessere Lebensbedingungen schaffen.
Eduns T-Shirts sind zu 100 Prozent aus organischer Baumwolle (allerdings nicht zertifiziert), der Anteil in der gesamten Kollektion schwankt von Saison zu Saison zwischen 30 bis 50 Prozent – je nachdem, wie viele synthetische Stoffe verwendet werden.
Auch sind Eduns Kollektionen nicht als „Fair-Trade“ zertifiziert. Der Grund: Die Strategie des Labels ist, mit bestehenden Fabriken zu arbeiten, die dringend Aufträge benötigen, und diese dann langsam zu guten Arbeits- und fairen Lohnbedingungen zu bewegen. Um zumindest einen gewissen Standard in Hinblick auf Löhne, Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen in ihren Produktionsstätten einzuhalten, kooperiert Edun mit der französischen Organisation Verité. Diese prüft die Bedingungen in den Fabriken und bietet Trainingsprogramme an, um sie zu verbessern.
Für das schmale Portemonnaie sind die schicken Klamotten des Labels nicht zugeschnitten. Ein Kleid oder Pullover kostet etwa 250, ein Cardigan 170 und ein T-Shirts um 65 Euro. Die Kollektion hängt in bestimmten Läden, etwa Slips (München), Laufsteg (Augsburg), Unique Nature (Stuttgart) und Tribut (Ludwigsburg).
(Foto: www.edunonline.com; Montage: Zuender)
|