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Die Auszieher
Darum geht es: Das Zeigen der primären Geschlechtsmerkmale ist ein wichtiger Teil westlicher Protest-Kultur. Aber dient er wirklich dem Anliegen der Protestierenden? Oder kommt man damit nur schnell ins Fernsehen? Ganz so einfach ist auch das nicht mehr – nackte gibt es heutzutage ja überall zu sehen.
Die Praxis: Tierschützer ziehen blank, wenn sie vor dem Pelzfachgeschäft in der Innenstadt gegen die Quälerei von Nerzen und Hermelinen demonstrieren. Studentinnen weisen mit freigelegten Brüsten darauf hin, dass sie sich nichtmal ein T-Shirt kaufen könnten, würden Studiengebühren eingeführt. Und Im Sommer 2007 fuhren knapp 1.500 Nudisten auf dem Fahrrad durch London (siehe Bild), um gegen die Erdöl-Abhängigkeit der Menschheit zu demonstrieren - genehmigt von der Polizei. Die Webseite nakedprotesters.com zeigt viele weitere Beispiele.
Die Strafe: Sich öffentlich auszuziehen, kann in Deutschland einiges kosten: „Belästigung der Allgemeinheit“ wird mit einer Geldbuße bis zu 1.000 Euro bestraft. (© Daniel Berehulak/Getty Images)
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