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Für Kultur-Theoretiker. Manche nennen die Persona Non Grata aus Leipzig liebevoll Zonen-Spex. Aber nach 74 Nummern hat das 1990 gegründete Heft längst bewiesen, dass es viel mehr zu bieten hat, als eine Ost-Perspektive.
Jede Ausgabe hat einen thematischen Schwerpunkt und meist auch eine beiliegende CD. In erster Linie geht es Jörg Nicolaus darum, „über das zu schreiben, was wir wollen, genau so, wie wir es wollen“. Ob es dabei um Musik, Literatur oder ganz allgemein um Popkultur abseits des Mainstreams geht, ist gleich. Er hofft, dass PNG die Leser so animiert, selbst kreativ zu werden: „Unsere eigenwillige Art soll verdeutlichen, dass es noch anders geht, dass es verdammt schick sein kann, eine andere Meinung zu haben und sich ästhetisch abzuheben.“ .
In 3000 Exemplaren mit durchschnittlich 120 Seiten wird diese Hoffnung in wechselnden Formaten gedruckt. Die Webseite bietet zusätzlichen Platz für Rezensionen und Berichte, die nicht mehr in die gedruckte Ausgabe passen. Finanziert wird das Heft, das mittlerweile ebenfalls am Kiosk zu kaufen ist, vornehmlich über Anzeigen. Als eingetragener Verein darf das PNG dabei keinen Gewinn erwirtschaften, aber diese Sorge sei ohnehin unbegründet, sagt Nicolaus.
(© Persona Non Grata)
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