Grrrl Zines

Bust Magazine – Was wäre die heutige Grrrlzine-Welt ohne Bust? Das in New York ansässige Magazin wurde 1992 von zwei unterbezahlten, überqualifizierten Mitarbeiterinnen eines riesigen Medienunternehmens ausgeheckt und war anfangs ein selbst kopiertes Heft. Heute ist es eine professionelle, farbige Zweimonatspublikation, die auf der ganzen Welt gelesen wird.

Seinen Maximen ist Bust trotzdem treu geblieben: pro-feministisch, unabhängig, respektlos und immer hip. Auch wenn Chefin Debbie Stoller mittlerweile häufig weibliche Stars auf dem Cover platziert und Modestrecken ihren Weg ins Heft gefunden sind, gilt immer noch: Diät- und Fitnesstipps sind absolut tabu, und die Amateur-Models sind häufig richtig schön dick.

Diese Unabhängigkeit von der Schönheitsindustrie, die mit ihren Marketingbudgets die Inhalte diktiert, hat ihren Preis: Die meiste Arbeit passiert bei Bust nach wie vor unbezahlt. Wie Herausgeberin und Chefredakteurin Debbie Stoller gerne ironisch vermerkt: „Bust, like crime, doesn’t pay.“

(© Bust)
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