Frieden als Utopie

Zum ersten Mal überhaupt zieht Übergangspräsident Abdullahi Yusuf in Mogadischu ein. Doch mit ihm kehren auch die Warlords zurück. Einer von ihnen ist Hussein Farah Aidid, Sohn des berüchtigten Warlords, gleichzeitig Innenminister Yusufs. Schnell brachen Scharmützel gegen die äthiopischen Besatzer und zwischen marodierenden freelance militias aus. Entgegen eigener Behauptungen kontrolliert die Übergangsregierung aktuell nur etwa zwanzig Prozent der Hauptstadt Mogadischu. Präsident Yusuf verlangt nach einer internationalen Friedenstruppe. Wirksamer wären vielleicht Friedensgespräche mit den gemäßigten Islamisten und eine Regierungsbeteiligung des Hawiye-Clans.

(Jochen Stahnke)
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